Viele Bürgerinnen und Bürger sind von der aktuellen Flüchtlingssituation sehr betroffen.  Welche Art von Unterstützung können sie leisten?

 

Im Vordergrund stehen nach wie vor Projekte von Freiwilligen mit Sprachintegrationsschwerpunkten, die Vermittlung von Wohnraum sowie das Anbieten von Beschäftigungsmöglichkeiten.

 

Zertifikatskurse Deutsch

Über die Sprache wird auch Kultur vermittelt. Die Sprache ist der Schlüssel zu allem.
Unter diesem Leitgedanken werden in Moosseedorf Zertifikatskurse auf den Niveaus A2, B1 und B2 durchgeführt.
Auskunft erteilt Roland Glauser-Maurer, T +41 (0)31 859 24 57

 

Vermittlung von Wohnraum

Wenn Private Wohnraum für Flüchtlinge zur Verfügung stellen wollen, melden sie sich bei der Schweizerischen Flüchtlingshilfe unter Tel. 031 370 75 75 / www.fluechtlingshilfe.ch. Die Schweizerische Flüchtlingshilfe unterbreitet das vorerst anonymisierte Angebot der kantonalen Asyl-Behörde. Diese rekrutiert geeignete Personen aus dem Flüchtlingsbereich. Nach dem Kennenlernen werden eine Vereinbarung mit der Schweizerischen Flüchtlingshilfe und ein Mietvertrag zwischen Gastgeber und dem Gast oder den Gästen abgeschlossen. Dieser Prozess dauert zwischen vier und sechs Wochen. Die Gäste sollten sich mindestens sechs Monate bei der Gastfamilie aufhalten können. Für die Integration wäre ein ganzes Jahr besser.

 

Pflegefamilien für unbegleitete Minderjährige

Ein ungelöstes Problem sind die zahlreichen unbegleiteten minderjährigen Asylbewerber. Der Verein Prima-Familia hat im Kanton Bern die Aufgabe, UMAs (Unbegleitete Minderjährige Asylsuchende) in Familien unterzubringen. Bisher konnte Prima Familia über 90 Minderjährige in Familien vermitteln, allerdings stammen mehr als die Hälfte der vermittelten Familien aus demselben Kulturkreis oder sind selber noch im Asylverfahren. Die Anfragen bei Prima Familia haben in den letzten Wochen stark zugenommen und der Verein stösst an seine Grenzen, alle Anfragen zügig zu bearbeiten. Ihnen fehlen aber nach wie vor geeignete Familien, die bereit und geeignet sind diese grosse und meist längerfristige Herausforderung anzunehmen.

Interessierte Familien können sich unter Tel. 079 440 30 46 direkt bei Herrn Thomas Kipfer melden oder per Mail unter info@prima-familia.ch.

 

Beschäftigung und Tagesstruktur

Nebst der kulturellen und sprachlichen Integration wäre es unbedingt notwendig, den Asylbewerbern eine Tagesstruktur durch Beschäftigungsmöglichkeiten anbieten zu können. Ein Arbeitsverbot gilt in den ersten drei Monaten. Aus diesem Grund können Flüchtlinge oft nur zur Mithilfe bei der Erledigung von Aufgaben, für die es keinen Markt gibt, beigezogen werden. Auskunft erteilt:

 

Roland Glauser-Maurer · info@3302handelt.ch